documenta 14 1

Vor fünf Jahren eröffnete ich meinen Blog mit zwei Beiträgen über die dOCUMENTA (13). Mit der documenta 14 will ich versuchen, die fünf Jahre zu verklammern. Wie steht es um das Weltgeschehen und wie reagiert die Kunst darauf? Der Kamera-Akku ist diesmal noch schneller leer als 2012. Der eigene auch nach sechs Stunden noch nicht. Trotzdem habe ich in dieser Zeit genug gesehen. Weiterlesen

documenta 14 2

Eine andere Komposition ist die Performance „Social Dissonance“ des spanischen Improvisationsmusikers Mattin Artiach (geb. 1977). Könnte das Ausüben von „Noise und Improvisation“ dazu beitragen, das ‚Zur-Ware-Werden‘ und die Vermarktung menschlicher Arbeitskraft besser zu verstehen? Können wir Lärm, Krach, Rauschen, Rumor nutzen, um gewohnte Beziehungen zwischen Publikum und Performer:in zu verändern? Das soll es, soll ich in einem 163 Tage langen ‚Konzert‘ erproben: Weiterlesen

die Kinder von Gando

Das Dorf Gando liegt in Westafrika, im „Vaterland der ehrenwerten Menschen“. Weil Geld  die Welt regiert, nimmt es nicht Wunder, dass auch in Burkina Faso die meisten Ehrenwerten nicht in Wohlstand leben und ihre Kinder in Goldminen Steine zerschlagen und Stollen graben, anstatt zur Schule zu gehen. Die gab es in Gando bis 2001 so wenig wie bis heute fließendes Wasser und Elektrizität. Etwa 3000 Einwohner haben eine Lebenserwartung von knapp über 50 Jahren, die Säuglingssterblichkeit liegt bei 20 Prozent (weltweit bei 3,8 und in Deutschland bei 0,3 Prozent) und kaum jeder Vierte kann lesen und schreiben. Weiterlesen

Zohra

Zarifa Adiba heißt die junge Frau auf dem Bild. Als ich sie fotografiere, sitzt sie auf dem Altarpodest in der Berliner Gedächtniskirche. Vor ihr schafft ein Orchester junger Musikerinnen eine klangvolle Stille für zwei Rubabs, das Nationalinstrument der Afghanen. Die verträumte Konzentration in ihrem Gesicht macht mich auf sie aufmerksam. Da weiß ich ihren Namen noch nicht.

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indelible

73-72-75-69 ist keine Rufnummer, sondern die aktuelle Alterskennung von Mick Jagger, Keith Richard, Charly Watts und Ron Wood. Acht Jahre liegen zwischen ihren Konzertfilmen „Shine a Light“ von Martin Scorsese und „Havana Moon“ von Paul Dugdale. Beide Male lösen die vier Rock-Giganten die Spuren der Zeit in ihren Gesichtern spielend mit ihrem Charisma und einer grandiosen Performance auf. Weiterlesen