Zohra

Zarifa Adiba heißt die junge Frau auf dem Bild. Als ich sie fotografiere, sitzt sie auf dem Altarpodest in der Berliner Gedächtniskirche. Vor ihr schafft ein Orchester junger Musikerinnen eine klangvolle Stille für zwei Rubabs, das Nationalinstrument der Afghanen. Die verträumte Konzentration in ihrem Gesicht macht mich auf sie aufmerksam. Da weiß ich ihren Namen noch nicht.

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indelible pride

73-72-75-69 ist keine Rufnummer, sondern die aktuelle Alterskennung von Mick Jagger, Keith Richard, Charly Watts und Ron Wood. Acht Jahre liegen zwischen ihren Konzertfilmen „Shine a Light“ von Martin Scorsese und „Havana Moon“ von Paul Dugdale. Beide Male lösen die Rock-Giganten die Spuren der Zeit in ihren Gesichtern spielend mit ihrem Charisma und einer grandiosen Performance auf. Weiterlesen →

Santanas Musik

Im Mai 2002 habe ich Carlos Santana schon einmal erlebt. Damals füllte seine Band die „Arena Leipzig“ mit Musik. Wie starker Wind wehte sie von der Bühne her und bog ihn bedenklich. Bis ich begriff, dass er den Sturm erschuf, der bog und wirbelte und mich durchdrang. Sonst widerstehe ich instinkiv allem, was mich derart bedrängt. Dieses Mal vertraute ich dem Sound, öffnete mich ihm, ließ es geschehen und konnte es nicht erklären. Weiterlesen →

„Ali und Nino“

In der Stadt Baku in Aserbaidschan lieben sich im frühen 20. Jahrhundert der Muslim Ali Khan Schirwanschir und die Christin Nino Kipiani. Bis dahin hatte sich die Stadt, in deren Nähe 1873 die erste Ölquelle erschlossen wurde, schneller als London, Paris oder New York bevölkert. Die Einheimischen wurden im Zustrom von Russen, Georgierinnen, Juden, Ukrainerinnen und allerlei Abenteuernden unversehens zur Minderheit. Der ältere Bruder von Ludvig und Alfred Nobel gründete in Baku die Ölgesellschaft Nobel Brothers Petroleum Producing Company, und 1901 lieferte Baku die Hälfte des weltweit benötigten Erdöls. Weiterlesen →