Hervorgehoben

„Ich bin nicht der Meinung, daß einem jemals die Kraft fehlen kann, das, was man sagen oder schreiben will, auch vollkommen auszudrücken. Hinweise auf die Schwäche der Sprache und Vergleiche zwischen der Begrenztheit der Worte und der Unendlichkeit des Gefühls sind ganz verfehlt. Das unendliche Gefühl bleibt in den Worten genau so unendlich, wie es im Herzen war. Das, was im Innern klar ist, wird es auch unweigerlich in Worten. Deshalb muß man niemals um die Sprache Sorge haben, aber im Anblick der Worte oft Sorge um sich selbst.“

Franz Kafka im Februar 1913 in einem Brief an die Verlobte Felice Bauer

Verantwortung

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Ist ein Sinn notwendig, um das eigene Leben als erfüllt empfinden zu können? Erst wenn ich mich für vernünftig halte, scheint das so zu sein und demnach eine sehr persönliche Angelegenheit. Sie wird zu einer gemeinsamen, je intensiver wir uns auf unsere Umgebung auswirken. Auf uns. Weiterlesen

Zeitenwende und Diskurse

„Der 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents.“ Mit diesem Satz eröffnete der Bundeskanzler drei Tage nach dem Einmarsch russischen Militärs in die Ukraine, erregt und entsetzt, weil das bis dahin jenseits seiner Vorstellung lag, eine Regierungserklärung im Deutschen Bundestag. Weiterlesen

Rassismus und Klassismus

Ist es abhandenes Gewissen oder mindestens ein schlechtes, dass wir uns, vermeintlich arglos und in bester Absicht, mit traumwandlerischer Sicherheit immer wieder in Strukturen einbinden (lassen), die die Welt penetrant in oben-unten (religiös), rechts-links (politisch), gut-böse (moralisch), arm-reich (sozial) und klug-dumm (intellektuell) einteilen? Weiterlesen