anders reisen

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Es war an einem späten Nachmittag Anfang November 2019. Ich saß an im „Café de France“ am Djemaa El Fna an einem kleinen runden Tisch auf der Terrasse im zweiten Stockwerk und las in den „Stimmen von Marrakesch“ von Elias Canetti. Zwischendurch sah ich hinunter auf den fiebrigen Platz und darüber hinweg zum Turm der Moschee La Koutoubia. Der vor zwei Jahren erst verstorbene spanische Schriftsteller Juan Goytisolo, ein Zeitgefährte und Freund von Günter Grass, der in den 1960er Jahren hier wohnte, im Herzen der Medina, verglich den Platz mit einem Palimpsest, eine immer wieder neu beschriebene Manuskriptseite. Weiterlesen →

anders denken

Wird Undenkbares nach und nach denkbar? Vor dieser Frage öffnet sich der Hintergrund, vor dem ich so stolz auf meine Fähigkeit bin. Begrenzt sie mich? Hält sie mich bis ans Ende meiner Tage gefangen? Oder ist sie die Gabe, in das Gebilde aus Raum und Zeit einzudringen, das ich ‚die Welt‘ nenne? Ist sie ein Kontinuum? Ist sie chaotisch? Das Wort ‚unendlich‘ soll mir den Weg freimachen, aber es ist wohl nur ein Schnippchen, das ich mir selber schlage. Weiterlesen →