Das Spiel ist aus … und die Deutschen sind wieder mal raus aus dem Bewerb, weitab vom Weltmeistertitel. Warum kommt das frühe nationale Aus in den internationalen Wettbewerben in letzter Zeit so häufig vor? Kommt hinzu, dass ich, wie nirgendwo sonst, ausgerechnet im Fußballspiel Verhaltensweisen und Strategien entdecke, die sehr anschaulich das wirkliche Leben abbilden. Jeder und jede kann das bemerken, behaupte ich, allerdings erst, wenn sie den Kampf um den Ball bis zum Torschuss ein wenig durchschauen. Doch auch ganz Unbedarfte werden, wenn sie sich auf das Zuschauen einlassen, bald das Gefühl haben, dass sie nicht nur Körper- und Ballbewegungen beobachten, sondern durchaus etwas von dem, woran sie sich tagtäglich abarbeiten. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: KREATIVES
Samstagmorgen im Oberstübchen
Heute gegen zwei Uhr nachts bin ich schlafen gegangen. Früher hätte keinen Sinn gehabt, denn so wache ich nur zweimal kurz auf und beim dritten Mal, gegen Neun, ausgeruht genug, um aufzustehen. 13 Grad zeigt das Celsius-Thermometer. Weiterlesen
Freiheit, die ich meine
Morgen, am 17. April, stehen in Heilbronn vier Aktivist:innen der „Letzten Generation“ vor Gericht, weil sie deutlich auf eine globale politische Tatenlosigkeit aufmerksam gemacht haben, durch die Menschen täglich weiter in gefährliche Lebenslagen hineingeraten. Weiterlesen
Der „Overview Effect“
In der Dresdener Frauenkirche haben etwa 150 000 Menschen die Erde bewundert. Als eine Kugel mit sieben Metern Durchmesser schwebte sie dreieinhalb Wochen lang in drei Metern Höhe über dem Fußboden im Kirchenraum und drehte sich dabei in vier Minuten einmal um ihre Polachse, 360 mal schneller als in Wirklichkeit.
„documenta fifteen“ 1
LUMBUNG
Wenn es bedrohlich wird, sind heute große Worte wie ‚Zeitenwende‘, ‚Klimapolitik‘, ‚Wertegemeinschaft‘ oder ‚Perspektivwechsel‘ rasch zur Hand. Ebenso rasch entpuppen sie sich als folgenlose Reizworte, weil notwendige Veränderungen unserer Lebensweise und gemeinsames Handeln weiterhin ausbleiben. Gewiss gibt es überall Willige und Mutige, doch überall sind sie Minderheiten. Tätig wird die Mehrzahl erst, wenn es um sie selbst geht, um eigene Interessen, um Existenzielles, um Sein oder Nichtsein.
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