In der Dresdener Frauenkirche haben etwa 150 000 Menschen die Erde bewundert. Als eine Kugel mit sieben Metern Durchmesser schwebte sie dreieinhalb Wochen lang in drei Metern Höhe über dem Fußboden im Kirchenraum und drehte sich dabei in vier Minuten einmal um ihre Polachse, 360 mal schneller als in Wirklichkeit.
Archiv der Kategorie: KREATIVES
„59. Biennale di Venezia“ 4
HARVEST
Zum erste Mal in ihrer Geschichte hat sich in diesem Jahr die documenta in Kassel dem globalen Süden anvertraut. Dort erfuhr ich, wie sich mit kollektiver Kreativität anders leben lässt, als im vermeintlich alternativlosen Kapitalismus. Die 59. Biennale di Venezia hat der weiblichen Kreativität eine große Bühne geschaffen und zum ersten Mal die in männlichen Hierarchien ruhiggestellte Frauen- und LGBTQ-Power in den Mittelpunkt gerückt. Weiterlesen
„59. Biennale di Venezia“ 3
ZEITEN WENDEN
Eine Menschenschlange wartet auf Einlass in den Pavillon Italiens. Sie reißt nicht ab, weil aller 20 Sekunden immer nur eine Person hinein darf. Auf diese Weise gehört der erste Eindruck mir allein. Das Thema des Italieners Gian Maria Tosatti (geb. 1980) ist der Aufstieg und Fall der Industrienation Italien von 1960 bis heute. Weiterlesen
„59. Biennale di Venezia“ 2
WE WALKED THE EARTH
Der ‚Goldene Löwe‘, Hauptpreis der 59. Biennale di Venezia, wird der britisch-afro-karibischen Künstlerin Sonia Boyce (geb. 1962) zugesprochen, die erste schwarze Frau, die Großbritannien auf der Biennale repräsentiert. Seit ihrer Geburt lebt und arbeitet sie in London, und lehrt dort „Black Art und Design“ an der College-Universität der Künste. Zeichnend, druckend und audiovisuell erforscht sie „die Beziehung zwischen Klang und Erinnerung, die Dynamik des Raums und die Einbeziehung des Betrachters“. Ihre Videoinstallation „Feeling her Way“ zeigt die Kraft der (schwarzen) Musik und „eine Fülle von zum Schweigen gebrachter Geschichten“. Weiterlesen
„59. Biennale di Venezia“ 1
THE MILK OF DREAMS
Mit dem Motto „The Milk of Dreams“ der 59. Biennale di Venezia müssen „die alten, weißen Männer, wie sie seit Dekaden die Biennale hegemonisieren […] mit megalomanen One-Man-Shows in diversen Palazzi um Aufmerksamkeit betteln“, schreibt sichtlich überrascht das Magazin „Kunstforum“. 202 Künstlerinnen und 21 Künstlern gibt die italienische Kuratorin Cecilia Alemani die Gelegenheit, ihre Werke zu zeigen. Weiterlesen
