Entwicklung

Gar zu gern sind wir auf unsere Entwicklung stolz. Entwicklung des Ich, der Gemeinschaft, der Menschheit. In seiner „Einführung in die Theatergeschichte“ schreibt der Theaterwissenschaftler Andreas Kotte hingegen: „Theater entwickelt sich nicht, es wandelt sich nur“. Sollten die Bretter, auf denen Theater sich zeigt, tatsächlich die Welt bedeuten, hat dieser Satz es in sich. Weiterlesen

„In den Gängen“

„In den Gängen“ ist der erste Kinofilm des Leipziger Regisseurs Thomas Stuber nach einer Geschichte von Clemens Meyer. Medial umgeben von der dreiteiligen Dokumentation „Ungleichland“ (über den deutschen Multimillionär Christoph Gröner) und weiteren Radio- und Fernsehbeiträgen über die Ausweitung der Ungleichheit im neoliberalisierten Deutschland, entfaltet das Kammerspiel mit eindringlicher Virtuosität Existenzen, die nichts weniger als Mitleid nötig haben und Aufmerksamkeit nicht erwarten, schon gar nicht Zuwendung. Weiterlesen

Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

Noch nie sind mit und nach Entdeckungen, Erfindungen, Ideen, die unsere Möglichkeiten als Spezies in vieler Hinsicht erweitert haben, neue Lebensweisen entwickelt worden, auch nicht mit globalen Veränderungen der Umwelt durch einen gravierenden  Zuwachs unserer Population, durch eine damit verbundene Ressorcenknappheit und Schadstoffbelastung und, inzwischen allem voran, dem Klimawandel. Weiterlesen

Z

Ein schwarzer Blitz, den ich an einem vertrauten Hals sah, erinnerte mich an Gilles Deleuze und sein „Abécédaire“. In dem als Video veröffentlichten Gespräch, das seine lebenslange Freundin und ehemalige Studentin Claire Parnet mit ihm führte, verknüpft der Philosoph fortwährend Begriffe entlang des Alphabets mit Biographischem, um beim Buchstaben Z zu enden: Weiterlesen