im Vorhinein

Im Nachhinein scheint vieles folgerichtig, anderes absurd. Im Vorhinein kommt mir vieles, was dann geschieht, unwahrscheinlich und unvorstellbar vor. Ergibt sich denn die Zukunft nicht aus der Gegenwart? Oder berücksichtige ich in meinen Erwartungen für die Zukunft zu wenig die Vergangenheit? Oder sehe und verstehe ich von der Gegenwart zu wenig? Weiterlesen

Demo für Demokratie

Im Oktober vergangenen Jahres habe ich in Berlin mit einer Viertelmillion Besorgter und Empörter gegen ein Freihandelsabkommen demonstriert, das angeblich Produktstandards hochhalten, mehr Wachstum bringen, Arbeitsplätze schaffen und Kosten sparen soll. Tatsächlich vergrößert es national und global das ökonomische und soziale Ungleichgewicht. Weiterlesen

Wo sind die Intellektuellen?

„Die Wahrheit zu suchen, nicht sie als bereits gegeben hinzunehmen (da beginnt die Lüge der Ideologie) – und sich selbst immer wieder als solch ein vom Irrtum wendender Wahr-heitssucher öffentlich zu zeigen –, das scheint die Arbeit des Intellektuellen“, schreibt der Autor und studierte Philosoph Gunnar Decker in „1965. Der kurze Sommer der DDR“ und präzisiert: „Das meint vor allem die Künstler, Regisseure und Autoren und nicht die an Universitäten und Instituten angestellt-abhängigen Denker, die die Klasse der Intelligenz bilden: dem herrschenden geistigen Vakuum eine eigene Denkbewegung entgegenzustellen!“ Weiterlesen

auf der Flucht

PETER MADEI: Schön, dass wir wieder miteinander sprechen.

GERTIE TESCH: Leider über wenig Erfreuliches. In Ihrem Essay „Der Club of Rome und meine Liebe zur sphärischen Geometrie“ lese ich: „Das Meer wird sich nicht teilen müssen, damit die erbärmlichen Schaluppen entbehrlich werden und Millionen ins kontinentale Europa strömen, um dort den Staatsgewalten die scheinheiligen Demokratiegewänder von den Wohlstandsleibern zu reißen und alle, die über ihre Verhältnisse leben, in die globale Realität zu befördern.“ Weiterlesen

laufen

Seit ich mich für ein auskömmliches Einkommen nicht mehr verdingen muss und mir die Tage einteilen kann, laufe ich, obwohl ich ein fauler Mensch bin. Bewegungsfaul war ich jedoch noch nie, und da ist auch noch die Angst vor einem Infarkt als Folge hohen Blutdrucks.  Im Sommer vergangenen Jahres bescheinigte mir ein Kardiologe anhand eines Belastungs-EKGs eine miserable Kondition und verschrieb Blutdrucktabletten als Sofortmaßnahme. Weiterlesen