VIELHEIT & GÄNZE
Lebenszeit an sich ist noch gar nichts wert. Das wird mir am letzten Tag von dem in Barcelona lebenden mexikanischen Künstler Erick Beltrán (geb. 1974) im Museum für Sepulkralkultur beigebracht. In seinem Projekt „Manifold“ („Mannigfaltigkeit“) geht er für die documenta fifteen gemeinsam mit Wissenschaftlern der Frage nach, was Macht ist. Warum ausgerechnet an diesem Ort? Die Antwort ist verblüffend: Weil die Diskrepanz zwischen unserem kurzen Dasein und dem ungeheuren Aufwand an Raum, Zeit und Materie, die es braucht, um ein Menschendasein hervorzubringen, nirgends klarer zutage käme. Weiterlesen