FOREIGNERS EVERYWHERE
Zwei Jahre sind seit der 59. Biennale di Venezia und der documenta fifteen in Kassel vergangen und noch immer wirkt die Überraschung nach, mit der ich eine Kreativität erlebte, die ganz anders mit dem Leben umging. Sie widersetzte sich nicht einmal den bis dahin auch die Sphäre der Kunst mit unverschämter Selbstverständlichgkeit beherrschenden Marktmechanismen. Nahezu kinderleicht wirkte, wie der globale Süden daran vorbei Vorschläge anbot, mit denen die Welt gar nicht mehr wie auswegloses Dickicht aussah. Was für eine Provokation für den globalen Norden war „The Milk of Dreams“, das Motto in Venedig, und das Zauberwort ‚lumbung‘ in Kassel. Kann die 60. Biennale di Venezia daran anknüpfen? Weiterlesen