im Vorschein des Endes

Als ‚Vorschein des Endes‘ übersetzt der Historiker Bazon Brock das griechische ‚apokalypsis‘, das sich aus ‚apo‘ (‚weg‘) und ‚kalyptein‘ (‚enthüllen‘) zusammensetzt. Für die Perser war die Apokalypse der Endkampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis. In der Zeit Alexanders des Großen kursierte der Gedanke, alles Leben auf der Erde könnte mit einem Mal vernichtet werden, zum Beispiel durch einen gigantischen Vulkanausbruch oder eine Sintflut. Im Judentum ist ‚Apokalypse‘ die Endzeiterwartung und in der christlichen Theologie das Gottesgericht mit dem Ende der Weltgeschichte. Weiterlesen →

leben und am Leben lassen

Wer hat nicht schon mit der Unsterblichkeit geliebäugelt? Ist mir auch klar, dass mein Leben endlich ist, bleibt die Einsicht doch unfassbar. Haben wir die Natur nicht hier und da schon überlistet, Grenzen verschoben und überschritten? Warum nicht auch die Sterblichkeit? Wenn sich das Leben verlängern lässt, warum nicht immer weiter? Weiterlesen →

*/-_I·: gendern

Ja, ich gendere. Als ob ich damit etwas ändere. „Eingriffe in die Sprache reichen in die tiefen Schichten des Zusammenlebens hinein“, schreibt der deutsche Erziehungswissenschaftler Peter J. Brenner aktuell in einem Essay zum Gender-Thema. Jedenfalls ist Gleichheit im Zusammenleben der Menschen eine Illusion wie eh und je. Aber ich fühle mich unter Menschen am wohlsten auf Augenhöhe. Weiterlesen →