Schon einmal verfilmte der französische Regisseur vietnamesischer Herkunft Trần Anh Hùng die Beziehung zweier Menschen anhand einer Speise-Zubereitung. 1994 wurde „Der Duft der Grünen Papaya“ als vietnamesischer Beitrag in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“ für einen Oscar nominiert und als „wunderbarer Film, intensiv und zart“ wahrgenommen. Die französische Wochenzeitung Le Nouvel Observateur feierte ihn als „ein wahres Meisterwerk“. Weiterlesen
Archiv des Autors: Peter
Muschel- und Fachkräftemangel
„Lehrlinge fehlen händeringend“, erzählt ein Journalist, eine Fachkraft, im Deutschlandfunk. Allerdings ist „Fachkräftemangel“ ein falscher Begriff, wenn in einem bestimmten Moment zu wenig Leute eine bestimmte Arbeit verrichten. Er kommt aus einer zur Untauglichkeit vereinfachten Sichtweise. In einem Zusammenhang, der der Wirklichkeit näher kommt, fehlen Fachkräfte hierzulande ebenso wenig, wie in der Ägäis Muscheln, wodurch, vom gleichen Radiosender mitgeteilt, viele griechische Familien im nächsten Jahr ihre Existenzgrundlage verlieren werden. Weiterlesen
Ubuntu
Aus den Sprachen der einst in Zentralafrika beheimateten Zulu und Xhosa, der Wiege der modernen Menschheit, kommt das Wort ‚Ubuntu‘. Es ist ein philosophisches Konzept, das nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil verschiedener afrikanischer Gesellschaften ist und die Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit, die durch das Zusammenleben entsteht, in den Mittelpunkt stellt. Weiterlesen
kollektive Dummheit
Mit Dummheit, das vorab, meine ich hier nicht den Mangel an Intelligenz, sondern die eingeschränkte Fähigkeit, vorhandene Intelligenz in adäquates Handeln zu verwandeln. Der Soziologe Harald Welzer identifiziert dieses Defizit als ein „ansteckendes“ und „wiederkehrendes historisches Phänomen“, das sich etwa als Narzissmus zeigt oder in der fatalen Überzeugung, stets auf alle Fragen eine Antwort haben zu müssen. Beides nervt in derzeit fast jeder öffentlichen Debatte. Weiterlesen
Großmutters 120. Geburtstag
Heute vor 120 Jahren wurde meine Großmutter geboren, die ich zeitlebens „Omi“ nannte. Als ich ohne Eltern war, sorgte sie seit meinem zweiten Lebensjahr gemeinsam mit ihrem Ehemann für eine Kindheit, in der ich die Verschwundenen – die Mutter im Westen, den Vater in Dessau-Törten – niemals vermisste. Weiterlesen