Hervorgehoben

In Ruhe gelassen werden wäre eine schöne Beschäftigung.

Hervorgehoben

„Die Tendenz unserer Erwartungen ist meist linear: Die Zukunft wird mehr oder weniger so sein wie die Welt heute. Zu denken, dass sie ganz anders sein könnte, fällt jedem Kopf schwer. Nicht nur das: Wir haben auch viel investiert in unsere Wahrheiten, unsere jeweilige Version von der Welt: moralische Rechtfertigung, persönliche Glaubwürdigkeit, ertragenes Leid, erfahrene Ehre, das Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen.
Ein Angriff gegen diese Version der Welt ist deswegen immer ein Angriff gegen ihre intimsten persönlichsten Bedürfnisse ihrer Verfechter. […] Von ganzen Gesellschaften zu erwarten, ein erfolgreiches Konzept für Wohlstand, eine offensive moralische Überlegenheit und die Privilegien wegzuwerfen, zeugt von großem Optimismus, um nicht zu sagen Naivität.“
der deutsche Historiker und Schriftsteller
Philipp Blom in „Aufklärung in Zeiten der Verdunkelung“

Ubuntu

Aus den Sprachen der einst in Zentralafrika beheimateten Zulu und Xhosa, der Wiege der modernen Menschheit, kommt das Wort ‚Ubuntu‘. Es ist ein philosophisches Konzept, das nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil verschiedener afrikanischer Gesellschaften ist und die Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit, die durch das Zusammenleben entsteht, in den Mittelpunkt stellt. Weiterlesen

kollektive Dummheit

Mit Dummheit, das vorab, meine ich hier nicht den Mangel an Intelligenz, sondern die eingeschränkte Fähigkeit, vorhandene Intelligenz in adäquates Handeln zu verwandeln. Der Soziologe Harald Welzer identifiziert dieses Defizit als ein „ansteckendes“ und „wiederkehrendes historisches Phänomen“, das sich etwa als Narzissmus zeigt oder in der fatalen Überzeugung, stets auf alle Fragen eine Antwort haben zu müssen. Beides nervt in derzeit fast jeder öffentlichen Debatte. Weiterlesen

Großmutters 120. Geburtstag

Heute vor 120 Jahren wurde meine Großmutter, zeitlebens die „Omi“ für mich, geboren. Von meinen leiblichen Eltern verlassen, sorgte sie in Dessau gemeinsam mit ihrem Ehemann seit meinem zweiten Lebensjahr für eine Kindheit, in der ich die Verschwundenen – die Mutter im Westen, den Vater in Dessau-Törten – nie vermisste. Weiterlesen