„dOCUMENTA (13)“ 1

Zehn Meter lang ist die Warteschlange vor der documenta-Kasse am Bahnhof. Viertel vor Zehn reihe ich mich ein. An den vergangenen Samstagen, höre ich, sei es ähnlich gewesen. Nicht nur hier, wird sich herausstellen, werde ich warten müssen. In zwei Wochen schließt die Kunstschau. Den letzten beißen die Hunde, den Vorletzten zwicken sie nur, denke ich. Weiterlesen →

Fluchtversuch?

Ich war Zwanzig, als ich am 21. Juli 1969 in der Morgendämmerung in der Zwickauer Wohnung der Großeltern vor dem Fernseher saß und auf dem grieseligen Fernsehbildschirm den ersten Schritt eines Menschen auf dem Mond folgte. Bis heute kann ich diese Momente noch nachempfinden. Über die irdischen Grenzen hinweg verspürte ich kosmische Weite und teilte sie wenig später in einem Gedicht mit einer Dresdener Brieffreundin, die Helga hieß. Die erste Strophe hieß: „einen stern für dich / will ich finden, der / uns wahrheit offenbart / lügen lügen straft / ohne zu entzwein / und uns aufbewahrt“. Weiterlesen →