„Wenn man auf den vorsichtigen Versuch setzt und offen ist für Irrtümer, statt sie zu ignorieren, dann liegt besonderer Wert in der Vielfalt der Ideen. Wer anerkennt, sich jederzeit irren zu können, misst den Ansichten der anderen höheren Wert bei. In der Vielfalt der Perspektiven liegt die Alternative für den Weg, auf dem man gescheitert ist.“

                                         Leander Steinkopf, Schriftsteller, im Essay „Politik der Bescheidenheit“

Wir haben kaum ein Gefühl dafür, wenn etwas mehr wird: mehr und mehr und mehr, bis es zu viel ist und ein vorhandenes Gleichgewicht verloren geht. Bis es allein aus dem schieren Übermaß heraus lebensbedrohlich wird. Das bemerken wir zumeist erst kurz vor der Grenze, nach deren Überschreitung es kein Zurück gibt und die Verhältnisse sich unaufhaltsam ändern, selten zu unseren Gunsten.

Am Ende ist jeder Lebensweg ausweglos. Er sebst ist Lebensziel und wird es bleiben.

Natur braucht keine Götter. Menschen brauchen sie, um sich zu begrenzen.

Die Wahrscheinlichkeit Leute zu treffen, ist in Deutschland ungefähr viermal so hoch wie in der Ukraine. In kriegerischer Zeit ist das bedenklich.