schöne Bescherung

Was wollen wir heute noch wissen vom „Hans im Glück“? Dem freiwilligen Looser einer Zeit, in der die Uhren und mit ihnen die Menschen so zu ticken begannen wie wir. Lieber eschern wir uns ab, um alle Jahre wieder für ein paar Stunden den Anschein von Freude und Glück zu verbreiten. Oder es wenigstens so aussehen zu lassen. Häufig misslingt uns auch das. Was soll uns da der Einfaltspinsel sagen, der nach sieben Jahren in der Ferne, mit einem märchenhaften Klumpen Gold belohnt, nichts Eiligeres weiß, als sich seiner zu entledigen wie lästiger Last und Gott zuletzt zu danken, „mit Tränen in den Augen“ und frohgemut daheim bei Muttern anzukommen. Weiterlesen →

„Alphabet“

Die unbequeme Dokumentation „Alphabet“ des österreichischen Filmemachers Erwin Wagenhofer (geb. 1961) versuchen zum Beispiel die „Süddeutschen Neuesten Nachrichten“ und der Berliner „Tagesspiegel“ sofort herunterzuschreiben. Zukunft ist bei ihnen nur eine Frage der Zeit, während längst schon ihre Erreichbarkeit für uns in Frage steht. Weiterlesen →

Never Say Anythink

Der Historiker Josef Foschepoth, geboren 1947 und seit 2005 Professor für Zeitgeschichte am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, hat vor einem Jahr dokumentiert, wie umfangreich die USA seit den Anfängen der Bundesrepublik ihre Kommunikation kontrolliert. Foschepoths Forschungen zeigen darüber hinaus, dass „die Bundesbürger bis 1989 von ihrem Staat systematisch bespitzelt wurden“ und trotz 2+4-Vertrag im vereinigten Deutschland „die National Security Agency der USA frei schalten und walten“ konnte. Weiterlesen →

Maxie Wander, gegenwärtig

Geboren als Elfriede Brunner am 3. Januar 1933 in einem Wiener Arbeiterviertel, wäre Maxie Wander heute 80 Jahre alt. Noch vor dem Abitur, mit Siebzehn, verließ sie die Schule und probierte sich als Sekretärin, Fotografin, Journalistin, Drehbuchautorin aus. 1956 heiratete sie den 16 Jahre älteren Fred Wander, Sohn galizischer Zuwanderer, der 1955 den ersten Studiengang am Leipziger Literaturinstitut Johannes R. Becher belegte. Weiterlesen →