keine Wahl

Ich habe keine Wahl.

Obwohl sich 34 Parteien für den nächsten Bundestag zur Wahl stellen, denke ich, ich habe keine, empfinde die Vielfalt als vorgetäuscht und die Wirklichkeit als eine andere. Als eine Armut-Reichtum-Schere, die immer weiter aufgeht. Käme ein landesweiter Mindestlohn, ist die Höhe, die in Rede steht, wohl eher eine Demütigung, anstatt dafür zu sorgen, dass Ungleichheit nicht weiter wächst. Auch deutet in den Wahlprogrammen wenig darauf hin, dass die Durchlässigkeit der sozialen Schichten im Mittelpunkt steht, denn sie ist die Voraussetzung dafür, dass eine Gesellschaft sich zu einer stabilen Gemeinschaft entwickelt. Weiterlesen →

Tilia cordata

Germanen und Slawen galt die Linde als heiliger Baum. Über 800 Orte oder Ortsteile in Deutschland tragen sie in ihrem Namen. Der Name Leipzigs leitet sich vom sorbischen Wort Lipsk ab und bedeutet Linden-Ort. Unter Linden traf man sich, um Nachrichten zu tauschen, Brautschau zu halten, zu feiern. Nach Kriegen oder Pestepidemien wurden Friedenslinden gepflanzt. Weiterlesen →

Deichläufer

In der vergangenen Woche trafen sich in Potsdam Wissenschaftler aus aller Welt, um die möglichen Folgen des Klimawandels zu besprechen. Einig sind sie sich darin, dass er kommt, dass er schon begonnen hat und dass die Menschen ihn verursachen oder beeinflussen. Strittig ist, wo, wann und mit welchen Folgen die Erde darauf reagieren, wie die Natur sich verändern wird und die Verhältnisse, in denen wir uns eingerichtet haben. Erbärmlich sind die gemeinsamen Erklärungen von Regierungen, Wirtschafs- und Finanzexperten auf internationalen Klima- und Umweltkonferenzen. Weiterlesen →

Kulturhaus

In der DDR waren Kulturhäuser selbstverständliche Mehrzweckeinrichtungen für Kinder, Jugendliche, Werktätige und Senioren. Mehr als 1000 dieser Freizeitorte gab es in den 1980er Jahren. Getragen von Kommunen, Gewerkschaften oder Großbetrieben, verfügten sie in der Regel über einen Saal mit Bühne, eine Bibliothek, Räume für Zirkel und Arbeitsgemeinschaften und eine stilvolle Gastronomie. Für ein paar Pfennige oder wenige Mark konnten Konzerte oder Vorträge gehört, Theaterinszenierungen erlebt, Filme gesehen und Feste gefeiert werden. Weiterlesen →

Fußabdruck und Artenschwund

Seit den 1970er Jahren wird diskutiert, ob die Belastung der Erde durch die Menschheit tragbar ist oder zum ökologischen Kollaps führt. Mit dem „ökologischen Fußabdruck“ fand Mathis Wackernagel vor knapp 20 Jahren einen Weg, diese Belastung für jeden Einzelnen zu berechnen und mit der Tragfähigkeit der Erde zu vergleichen. Dass wir auf viel zu großem Fuß leben, ist kein Geheimnis mehr. Weiterlesen →