„Il était une forêt“ heißt ein französischer Dokumentarfilm nach einer Idee des Botanikers und Regenwaldforschers Francis Hallé. Verfilmt von Luc Jacquet, läuft er als „Das Geheimnis der Bäume“ zurzeit in den Programmkinos. Die Übersetzung des originalen Titels „Es war einmal ein Wald“ halte ich für treffender. Bäume sind noch kein Wald, noch nicht dieses in Jahrmillionen entstandene System, das sich die Zeit sichert, wie Mensch und Tiere den Raum. Weiterlesen
Ubuntu
Aus den Sprachen der einst in Zentralafrika beheimateten Zulu und Xhosa, der Wiege der modernen Menschheit, kommt das Wort ‚Ubuntu‘. Es bedeutet soviel wie ‚unsichtbarer Zusammenhalt‘. Demnach ist jeder Mensch Teil eines Ganzen, das jeder Ausgeschlossene beschädigt. ‚Ubuntu‘ ist der Begriff für eine Gemeinschaft, in der jede und jeder jede und jeden respektiert und ein Handeln erst als wertvoll gilt, wenn es aus diesem Kerngedanken hervorgeht. Weiterlesen
schöne Bescherung
Was wollen wir heute noch wissen vom „Hans im Glück“? Dem freiwilligen Looser einer Zeit, in der die Uhren und mit ihnen die Menschen so zu ticken begannen wie wir. Lieber eschern wir uns ab, um alle Jahre wieder für ein paar Stunden den Anschein von Freude und Glück zu verbreiten. Oder es wenigstens so aussehen zu lassen. Häufig misslingt uns auch das. Was soll uns da der Einfaltspinsel sagen, der nach sieben Jahren in der Ferne, mit einem märchenhaften Klumpen Gold belohnt, nichts Eiligeres weiß, als sich seiner zu entledigen wie lästiger Last und Gott zuletzt zu danken, „mit Tränen in den Augen“ und frohgemut daheim bei Muttern anzukommen. Weiterlesen
„Alphabet“
Die unbequeme Dokumentation „Alphabet“ des österreichischen Filmemachers Erwin Wagenhofer (geb. 1961) versuchen zum Beispiel die „Süddeutschen Neuesten Nachrichten“ und der Berliner „Tagesspiegel“ sofort herunterzuschreiben. Zukunft ist bei ihnen nur eine Frage der Zeit, während längst schon ihre Erreichbarkeit für uns in Frage steht. Weiterlesen
Never Say Anythink
Der Historiker Josef Foschepoth, geboren 1947 und seit 2005 Professor für Zeitgeschichte am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, hat vor einem Jahr dokumentiert, wie umfangreich die USA seit den Anfängen der Bundesrepublik ihre Kommunikation kontrolliert. Foschepoths Forschungen zeigen darüber hinaus, dass „die Bundesbürger bis 1989 von ihrem Staat systematisch bespitzelt wurden“ und trotz 2+4-Vertrag im vereinigten Deutschland „die National Security Agency der USA frei schalten und walten“ konnte. Weiterlesen