das Buch „Tschudi“

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So Auf- und Anregendes wie den Roman „Tschudi“ finde ich selten, so wie den Roman „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow, wo der Teufel in den 1930er Jahren nach Moskau reist, um im jugendlichen Sowjetstaat dem sogenannten Neuen Menschen auf den Zahn zu fühlen. Lange ist das her, und jetzt legt mir eine inspirative Freundin den Roman von Mariam Kühsel-Hussaini nahe, der mich nach wenigen Sätzen gleich doppelt ergreift. Weiterlesen

eine Insel

„Struktur der Materie“ hieß im fünften Semester meines Lehrerstudiums eine Physikvorlesung, die mich nicht sonderlich interessierte. Zum Lehrerberuf überredet, dachte ich vielmehr darüber nach, ob ich mich exmatrikulieren lassen sollte, um der Volksbildung, in der DDR ein Staat im Staate, zu entwischen oder es zu Ende bringen oder zu versuchen, in ein anderes Studium zu wechseln, zum Beispiel Kulturwissenschaft. Das wurde abgelehnt. Lehrer wurden gebraucht. Das habe ich gefälligst einzusehen und die gesellschaftlichen Notwendigkeiten. Mein Interesse an Kunst, Kultur und Sprache solle ich zum Hobby machen. Weiterlesen

„Louise en hiver“

Im Jahr 1939 im französischen Besançon geboren, in den Auftakt eines entsetzlichen Jahrzehnts hinein, egalisierte Jean-François „Jef“ Laguionie diese Bürde, indem er Theatermann und Filmregisseur wurde. Inzwischen ist er 81 Jahre alt. Sechsundvierzig war er, als er 1985 seinen ersten abendfüllenden Animationsfilm schuf und sicherlich Andy Warhols Gründung des Animationsstudios „La Fabrique“ in seiner New Yorker „Factory“ bemerkte. Weiterlesen

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Dann und wann versuche ich herauszufinden, wie alt ich mich tatsächlich fühle. Wenn ich mein Alter nicht als körperlichen Rückbau spüre, ist das gar nicht einfach. Manchmal haftet es an Gefühlslagen, manchmal an Erinnerungen, wie es vergangene Woche geschah. Weiterlesen