In der Dresdner Frauenkirche schwebte die Erde in einem Ausmaß von sieben Metern Durchmesser dreieinhalb Wochen lang drei Meter über dem Fußboden. Dabei drehte sie sich in vier Minuten einmal um ihre Achse, 360 mal schneller als in Wirklichkeit. Hinge sie im Freien, erschiene sie aus einer Entfernung von 211 Metern so groß, wie wir sie vom Mond aus sehen würden. Die Oberfläche ist nach originalen Fotos der US-Weltraumbehörde NASA angefertigt. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: ERLEBT
Getreideschober mit Kartoffelbrei
Das ist kein Titel für eine Performance. Oder doch. Zwei Aktivisten der Protestgruppe „Letzte Generation“ bewarfen dieser Tage im „Kunstmuseum Barberini“ in Potsdam ein Gemälde aus der Serie „Getreideschober“ von Claude Monet mit Kartoffelbrei und klebten sich unter dem Bild an der Wand fest. Nach eigenen Angaben wollten sie damit auf die Zerstörungen durch den menschgemachten Klimawandel hinweisen. Gibt es ein Like dafür von Marina Abramović? Weiterlesen
„59. Biennale di Venezia“ 4
HARVEST
Zum erste Mal in ihrer Geschichte hat sich in diesem Jahr die documenta in Kassel dem globalen Süden anvertraut. Dort erfuhr ich, wie sich mit kollektiver Kreativität anders leben lässt, als im vermeintlich alternativlosen Kapitalismus. Die 59. Biennale di Venezia hat der weiblichen Kreativität eine große Bühne geschaffen und zum ersten Mal die in männlichen Hierarchien ruhiggestellte Frauen- und LGBTQ-Power in den Mittelpunkt gerückt. Weiterlesen
„59. Biennale di Venezia“ 3
ZEITEN WENDEN
Eine Menschenschlange wartet auf Einlass in den Pavillon Italiens. Sie reißt nicht ab, weil aller 20 Sekunden immer nur eine Person hinein darf. Auf diese Weise gehört der erste Eindruck mir allein. Das Thema des Italieners Gian Maria Tosatti (geb. 1980) ist der Aufstieg und Fall der Industrienation Italien von 1960 bis heute. Weiterlesen
„59. Biennale di Venezia“ 2
WE WALKED THE EARTH
Der ‚Goldene Löwe‘, Hauptpreis der 59. Biennale di Venezia, wird der britisch-afro-karibischen Künstlerin Sonia Boyce (geb. 1962) zugesprochen, die erste schwarze Frau, die Großbritannien auf der Biennale repräsentiert. Seit ihrer Geburt lebt und arbeitet sie in London, und lehrt dort „Black Art und Design“ an der College-Universität der Künste. Zeichnend, druckend und audiovisuell erforscht sie „die Beziehung zwischen Klang und Erinnerung, die Dynamik des Raums und die Einbeziehung des Betrachters“. Ihre Videoinstallation „Feeling her Way“ zeigt die Kraft der (schwarzen) Musik und „eine Fülle von zum Schweigen gebrachter Geschichten“. Weiterlesen