Geboren als Elfriede Brunner am 3. Januar 1933 in einem Wiener Arbeiterviertel, wäre Maxie Wander heute 80 Jahre alt. Noch vor dem Abitur, mit Siebzehn, verließ sie die Schule und probierte sich als Sekretärin, Fotografin, Journalistin, Drehbuchautorin aus. 1956 heiratete sie den 16 Jahre älteren Fred Wander, Sohn galizischer Zuwanderer, der 1955 den ersten Studiengang am Leipziger Literaturinstitut Johannes R. Becher belegte. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: ERLEBT
keine Wahl
Ich habe keine Wahl.
Obwohl sich 34 Parteien für den nächsten Bundestag zur Wahl stellen, denke ich, ich habe keine, empfinde die Vielfalt als vorgetäuscht und die Wirklichkeit als eine andere. Als eine Armut-Reichtum-Schere, die immer weiter aufgeht. Käme ein landesweiter Mindestlohn, ist die Höhe, die in Rede steht, wohl eher eine Demütigung, anstatt dafür zu sorgen, dass Ungleichheit nicht weiter wächst. Auch deutet in den Wahlprogrammen wenig darauf hin, dass die Durchlässigkeit der sozialen Schichten im Mittelpunkt steht, denn sie ist die Voraussetzung dafür, dass eine Gesellschaft sich zu einer stabilen Gemeinschaft entwickelt. Weiterlesen
Tilia cordata
Germanen und Slawen galt die Linde als heiliger Baum. Über 800 Orte oder Ortsteile in Deutschland tragen sie in ihrem Namen. Der Name Leipzigs leitet sich vom sorbischen Wort Lipsk ab und bedeutet Linden-Ort. Unter Linden traf man sich, um Nachrichten zu tauschen, Brautschau zu halten, zu feiern. Nach Kriegen oder Pestepidemien wurden Friedenslinden gepflanzt. Weiterlesen
Deichläufer
In der vergangenen Woche trafen sich in Potsdam Wissenschaftler aus aller Welt, um die möglichen Folgen des Klimawandels zu besprechen. Einig sind sie sich darin, dass er kommt, dass er schon begonnen hat und dass die Menschen ihn verursachen oder beeinflussen. Strittig ist, wo, wann und mit welchen Folgen die Erde darauf reagieren, wie die Natur sich verändern wird und die Verhältnisse, in denen wir uns eingerichtet haben. Erbärmlich sind die gemeinsamen Erklärungen von Regierungen, Wirtschafs- und Finanzexperten auf internationalen Klima- und Umweltkonferenzen. Weiterlesen
Kulturhaus
In der DDR waren Kulturhäuser selbstverständliche Mehrzweckeinrichtungen für Kinder, Jugendliche, Werktätige und Senioren. Mehr als 1000 dieser Freizeitorte gab es in den 1980er Jahren. Getragen von Kommunen, Gewerkschaften oder Großbetrieben, verfügten sie in der Regel über einen Saal mit Bühne, eine Bibliothek, Räume für Zirkel und Arbeitsgemeinschaften und eine stilvolle Gastronomie. Für ein paar Pfennige oder wenige Mark konnten Konzerte oder Vorträge gehört, Theaterinszenierungen erlebt, Filme gesehen und Feste gefeiert werden. Weiterlesen