Nash’s Gleichgewicht

Das Nash-Gleichgewicht beschreibt in nicht-kooperativen Spielen eine Kombination von Strategien. Jeder Spieler wählt genau eine Strategie, mit der es für keinen der anderen Spieler sinnvoll ist, von seiner gewählten Strategie abzuweichen. Also ist jeder Spieler auch im Nachhinein mit seiner Strategiewahl einverstanden und würde sie wieder genauso treffen. Demzufolge sind die Strategien aller Spieler mit Blick auf die anderen die besten Antworten und insofern verlässlich. Das Spiel, was sich daraus ergibt, hat gute Chancen anzudauern. Weiterlesen

Hochfrequenzhandel

Hedgefonds, Pensionsfonds und Investmentfonds, die nach wie vor ihr globales Unwesen treiben, bedienen sich jetzt automatisierter Verfahren. Sie füttern ihre Großrechner mit Algorithmen, die selbständig Kauf- und Verkaufssignale aussenden und Finanztransaktionen tätigen. In Sekundenbruchteilen erkennen sie Kursgewinne, schöpfen sie ab oder minimieren Kursverluste, bevor die leibhaftigen Broker überhaupt reagieren können. Weiterlesen

„Es war einmal ein Wald“

Il était une forêt“ heißt ein französischer Dokumentarfilm nach einer Idee des Botanikers und Regenwaldforschers Francis Hallé. Verfilmt von Luc Jacquet, läuft er als „Das Geheimnis der Bäume“ zurzeit in den Programmkinos. Die Übersetzung des originalen Titels „Es war einmal ein Wald“ halte ich für treffender. Bäume sind noch kein Wald, noch nicht dieses in Jahrmillionen entstandene System, das sich die Zeit sichert, wie Mensch und Tiere den Raum. Weiterlesen

„Alphabet“

Die unbequeme Dokumentation „Alphabet“ des österreichischen Filmemachers Erwin Wagenhofer (geb. 1961) versuchen zum Beispiel die „Süddeutschen Neuesten Nachrichten“ und der Berliner „Tagesspiegel“ sofort herunterzuschreiben. Zukunft ist bei ihnen nur eine Frage der Zeit, während längst schon ihre Erreichbarkeit für uns in Frage steht. Weiterlesen

Never Say Anythink

Der Historiker Josef Foschepoth, geboren 1947 und seit 2005 Professor für Zeitgeschichte am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, hat vor einem Jahr dokumentiert, wie umfangreich die USA seit den Anfängen der Bundesrepublik ihre Kommunikation kontrolliert. Foschepoths Forschungen zeigen darüber hinaus, dass „die Bundesbürger bis 1989 von ihrem Staat systematisch bespitzelt wurden“ und trotz 2+4-Vertrag im vereinigten Deutschland „die National Security Agency der USA frei schalten und walten“ konnte. Weiterlesen