Sommerdreieck

Die Sterne sah ich in den letzten Jahren, verursacht durch Brechungsfehler in den Augen, nur noch als Doppelpunkte und die Mondscheibe verwischt. Das hatte etwas Endgültiges, doch sorgten zwei erstaunlich gelungene Katarakt-Operationen in diesem pandemischen Frühjahr dafür, dass ich mich noch einmal in den nächtlichen Sternenhimmel verguckte, mit dem gleichen Gefühl, mit dem er mich, vierzehn war ich da, ein erstes Mal erfasste und heftig und innig berührte, so wie der erste Mädchenkuss. Weiterlesen

„Cradle to Cradle“

Scheinbar gelingt es uns nicht, in Einklang mit unserer Umwelt zu leben. Unsere Bereitschaft zu vernünftigem Handeln wächst (wenn überhaupt) viel langsamer als die Einsicht, alles tun zu müssen, damit die Gattung Mensch Zukunft behält. Weil wir nicht wahrhaben wollen, was wir wahrnehmen? Weiterlesen

Nobelpreise

Eine Woche lang, Tag für Tag, Schlag auf Schlag, gab es wieder gut dotierte Würdigungen für Entdecktes oder Geleistetes – ein wenig den Schaden mindernd, den der Reichtumsquell des Preisstifters angerichtet hat. In diesem Jahr sind es zwei, die erstaunen lassen. Weiterlesen

Greta Thunberg und die „Goldene Kamera“

Alljährlich verleiht die Funke Mediengruppe mit Sitz in Essen den deutschen Film- und Fernsehpreis „Goldene Kamera“. Greta Thunberg erhielt aus diesem Anlass gestern einen „Sonderpreis Klimaschutz“. Es hätte mir durchaus gefallen, wenn sie das Unterhaltungsspektakel des monopolistischen Großkonzerns gemieden, aber ihre andere Art zu denken, die ich erst noch – bestimmt nicht in Schulstunden! – erlernen muss, hat sie zu einer anderen Entscheidung geführt. Weiterlesen