In den Auftakt eines entsetzlichen Jahrzehnts hineingeboren, im Jahr 1939 im französischen Besançon, egalisierte Jean-François „Jef“ Laguionie diese Bürde, indem er Theatermann, Animator, Filmregisseur und schließlich Produzent wurde. Inzwischen ist er 81 Jahre alt, 46, als er 1985 seinen ersten abendfüllenden Animationsfilm schuf und, gewiss nicht ungeachtet Andy Warhols „Factory“, das Animationsstudio „La Fabrique“ gründete. Weiterlesen
Archiv des Autors: Peter
gut und besser
Gewissenhaftes Hören oder Lesen, was Leute reden oder schreiben, bringt Wesentliches über eine Gesellschaft zum Vorschein. Das wissen wir spätestens seit dem grandiosen Notizbuch „LTI“ des Philologen Victor Klemperer über die Sprache des deutschen Nationalsozialismus. Wünschenswert wäre ein ähnliches Werk heute, wo wieder alle Register gezogen werden, um Wirklichkeit zu vertuschen und Meinungen zu manipulieren, so dass nicht nur unser Zusammenleben leidet, sondern Zukunft in Gefahr gerät. Weiterlesen
Wie viele woll’n wir sein?
1
Mit dem Willen ist es so eine Sache. Oft reicht er nur für Augenblicke und wir werden umso unsicherer, je weiter eine Absicht reicht. Sind wir einigermaßen überzeugt, wollen wir uns vor allem wohlfühlen. Dieses Gefühl hängt allerdings sehr von der eigenen Perspektive ab. Wo stehe ich? Wer bin ich? Die Krönung von etwas oder ein mit Arbeit sich plagendes Tier? Wo kann, wo soll, wo darf ich hin? Weiterlesen
72
72 ist kein schönes Alter aber eine schöne Zahl. 2 x 2 x 2 x 3 x 3; teilbar durch ihre Quersumme; Summe der vier bzw. sechs aufeinanderfolgenden Primzahlen 13, 17, 19, 23 bzw. 5, 7, 11, 13, 17, 19; beachtlich ist ihre hohe Teilerzahl 12.
In der christlich-mittelalterlichen Symbolik steht 72 für die Zahl der Weltsprachen oder die Anzahl der Völker der Welt. Der Daoismus nennt 72 glückliche Orte. Nach altjüdischer Tradition gibt es 72 Engelsnamen. 72 Ketzereien kennt der Islam. Im Koran ist von 72 Jungfrauen die Rede. Weiterlesen
Andreas Gursky im Leipziger Bildermuseum
Vielleicht war die Vorfreude zu groß. Vielleicht lag es an meiner naiven Erwartung, die angekündigte Detailschärfe auf seinen extrem großen Farbfotos auch in nächster Nähe noch zu finden. Fand ich aber nicht. Unbenommen bleibt der tiefe Eindruck, den Gurskys Bilder hinterlassen haben.
