„Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt.“ Das hat der österreichische Dichters und Essayist Erich Fried (1921-1988) geschrieben. Veränderungen sind Resultate von Wechselwirkungen, ohne die es Raum und Zeit, ohne die es das Universum, ohne die es uns gar nicht gäbe. Weiterlesen
Schullandheim Grüneberg
In der Kindheit und Jugend gibt es Erlebnisse, von denen wir erst im Rückblick merken, dass sie unser weiteres Leben beeinflusst haben. Sie bilden die Knoten in jenem virtuellen Netz, das unser Gehirn in seiner dunklen Knochenhöhle knüpft, um uns zu fangen, zu halten, z verstricken. Für mich gehören die Aufenthalte im Schullandheim Grüneberg zu diesen Erlebnissen. Weiterlesen
FußballKunst
Wann ist ein Fußballspiel gut? Wenn es spannend ist? Wenn die Zuschauer ausflippen? Wenn die bessere Mannschaft gewinnt? Oder der Außenseiter? In meinem biografischen Essay „Hauptsache Fußball“ schreibe ich, warum diese Sportart so gut wie keine andere menschliches Wirken und die Gesellschaft besser veranschaulicht als Politikerreden und die Analysen von Soziologen und Historikern. Weiterlesen
das größte Abenteuer der Welt
Das ist das größte Abenteuer der Welt. In der unendlichen Weite des Nichts verfehlen zwei kleinste elementare Teilchen zum einhundertmilliardsten Male sich nicht. Sie treffen sich. Sie treffen aufeinander und wechselwirken und sind von da an nicht mehr wie bisher, sind außer sich. Das geschieht in der winzigsten Winzigkeit der Welt – in einem Augenblick, würdest du sagen. In diesem Augenblick wird alles, was ja noch fast Nichts ist, anders. Es hellt sich auf, würdest du sagen. Ich würde sagen, es leuchtet ihnen ein. Ein ganz klein wenig Helle im Nichts, so ungeheuerlich, dass es auf einmal weit und breit erscheint. Was haben die elementaren zwei Teilchen angerichtet als Wechselwirkendes? Und so bewegt es sich weiter, mit Aussicht auf ein zweites größtes Abenteuer. Oder aus dem ersten Aufeinandertreffen wird Zweierlei. Dann ist wahrscheinlich, dass bis zum zweiten nur noch eine halbe Ewigkeit vergeht.
gute böse Welt
Gut und böse, richtig und falsch verlocken dazu, die Welt einfach und klar zu sehen. Leider nur scheinbar entspricht das der Wirklichkeit, denn diese Antonyme beruhen auf Zielen, Interessen und Weltbildern, die wir haben. Meine These ist, dass das Universum weder Ziele noch Interessen hat und schon gar kein Bild von sich. All das kommt erst in einem gewissen Ausmaß von Struktur und Komplexität ins Weltgeschehen. Weiterlesen