In der DDR waren Kulturhäuser selbstverständliche Mehrzweckeinrichtungen für Kinder, Jugendliche, Werktätige und Senioren. Mehr als 1000 dieser Freizeitorte gab es in den 1980er Jahren. Getragen von Kommunen, Gewerkschaften oder Großbetrieben, verfügten sie in der Regel über einen Saal mit Bühne, eine Bibliothek, Räume für Zirkel und Arbeitsgemeinschaften und eine stilvolle Gastronomie. Für ein paar Pfennige oder wenige Mark konnten Konzerte oder Vorträge gehört, Theaterinszenierungen erlebt, Filme gesehen und Feste gefeiert werden. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: KREATIVES
Elfstedentocht
Bei Griechen und Römern war Demut eine geringgeachtete Haltung der Unterwürfigkeit. Im christlichen Verständnis wurde sie eingedenk der Unvollkommenheit des Menschen im Gegensatz zu seinem vollkommenen Schöpfer zur Tugend. Immanuel Kant definierte sie als „Indikator für die eigentliche Würde des Menschen als eines freiheitlichen Vernunftwesens“. Für Friedrich Nietzsche war sie ein gefährliches Ideal, hinter dem sich Feigheit und Schwäche versteckt. Alexander Dibelius, Manager der Investmentbank Goldman Sachs, rief seine Branche zu kollektiver Demut auf und der Plagiator Karl-Theodor zu Guttenberg entschuldigte sich unter erdrückender Beweislast „in Demut“. Weiterlesen
„Wege der Hoffnung“
In seinen Schriften „Empört Euch!“ und „Engagiert Euch!“ aus dem Jahr 2010 appelliert der französische Buchenwald-Überlebende und spätere Lyriker, Essayist, Diplomat und politische Aktivist Stéphane Hessel (1917-2013), in einer betrüblichen Gegenwart die Zukunft nicht aufzugeben. Er sorgt sich um die Menschheit, aber vor allem hat er Sorge, sich und einen Gutteil seiner Zeit vertan zu haben. Nun sollen die Jungen seine Werte und seine Zuversicht aufrecht erhalten. Ist das nicht eine Anmaßung? Weiterlesen
zwei überraschende Gedichte
Einen gesellschaftlichen Diskurs anhand von Gedichten gab es in diesem Land lange nicht mehr. In einer verflachenden Sprache hielt ich ihn sogar für ausgeschlossen, und nun wagte es einer der wenigen noch verbliebenen Wortmeister, zwei Gedichte am obrigkeitsbeflissenen Mainstream vorbei ins Tagesgeschehen zu lancieren. Was für eine Überraschung! Weiterlesen
„Randland“
„Randland“ ist der Titel eines kaum beachteten Dokumentarfilms, der am 30. Oktober beim 55. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm Weltpremiere hatte. In Spielfilmlänge zeigt das Team um die Regisseure Leopold Grün und Dirk Uhlig eine Dorfgemeinschaft im Mecklenburgischen, die aufgehört hat, an den Kapitalismus zu glauben. An seine Stelle setzt sie einen „elementaren Kommunismus“ als „Rohstoff des Zusammenlebens“, so gesehen von dem US-amerikanischen Ethnologen und Mitinitiator der Occupy-Bewegung David Graeber. Weiterlesen