Je knapper meine Zeit, desto trauriger erscheint mir die Zukunft.

„Einsicht dringt meist nicht bis zum Verhalten vor, weil Verhalten nicht aus Einsicht entsteht. […] Nur Angehörige des Betriebssystems Wissenschaft glauben infolge einer déformation professionelle, dass Wissen Handeln anleite; andere Menschen sind da realistischer und nehmen an, Interessen, Macht, Gewohnheit, Desinteresse und anderes mehr sind vielleicht wirkmächtiger als Wissen. Dummheit übrigens auch.“

der Soziologe und Sozialpsychologe Harald Welzer in „Nachruf auf mich selbst“

„Was ich im Sinne habe, kann jeder in jeder Lage. Ich meine, an seinem Inneren arbeiten, seine Empfindungen in Harmonie zu bringen, sich selbständiger und unabhängiger von äußeren Einflüssen zu machen, sich so zu gestalten, wie man sich in den ruhigsten und klarsten Geistesmomenten gestaltet sehen möchte.“

Wilhelm von Humboldt, in einem Brief an eine Freundin

„Ich habe getan, was ich konnte. Wenn es jemand besser kann, soll er es tun.“

Stanisław Lem (1921-2006), Epitaph

„Ich bin nicht der Meinung, daß einem jemals die Kraft fehlen kann, das, was man sagen oder schreiben will, auch vollkommen auszudrücken. Hinweise auf die Schwäche der Sprache und Vergleiche zwischen der Begrenztheit der Worte und der Unendlichkeit des Gefühls sind ganz verfehlt. Das unendliche Gefühl bleibt in den Worten genau so unendlich, wie es im Herzen war. Das, was im Innern klar ist, wird es auch unweigerlich in Worten. Deshalb muß man niemals um die Sprache Sorge haben, aber im Anblick der Worte oft Sorge um sich selbst.“

Franz Kafka im Februar 1913 in einem Brief an die Verlobte Felice Bauer