Auch in Staaten, die sich als Demokratien bezeichnen, sind Nationaldenkmäler seltsame Erscheinungen. Der US-amerikanische Sprachwissenschaftler, politische Publizist und Aktivist Noam Chomsky nennt zwei Ansätze für Demokratie. Einer „geht davon aus, dass in einer demokratischen Gesellschaft die Bevölkerung die Möglichkeit hat, sich auf sinnvolle Weise an der Regelung ihrer Angelegenheiten zu beteiligen“. Der andere „besagt, dass die Bevölkerung von der Regelung ihrer Angelegenheiten ausgeschlossen und der Zugang zu den Informationsmitteln streng begrenzt und kontrolliert werden muss.“ Letzteres ist der Ansatz für die parlamentarische Demokratie. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: BEMERKT
„Wege der Hoffnung“
In seinen Schriften „Empört Euch!“ und „Engagiert Euch!“ aus dem Jahr 2010 appelliert der französische Buchenwald-Überlebende und spätere Lyriker, Essayist, Diplomat und politische Aktivist Stéphane Hessel (1917-2013), in einer betrüblichen Gegenwart die Zukunft nicht aufzugeben. Er sorgt sich um die Menschheit, aber vor allem hat er Sorge, sich und einen Gutteil seiner Zeit vertan zu haben. Nun sollen die Jungen seine Werte und seine Zuversicht aufrecht erhalten. Ist das nicht eine Anmaßung? Weiterlesen
Gedächtnislücken
Es geschieht immer wieder, dass ich mich an Personennamen, Begriffe oder Titel nicht erinnere. Manchmal fallen sie mir ein, wenn ich nichts mehr damit anfangen kann, manchmal nach verschieden langer Zeit in einem ganz anderen Zusammenhang. Weiterlesen
„2052. Der neue Bericht an den Club of Rome“
„Wird die jüngere Generation die Lasten, die ihnen von der älteren Generation aufgebürdet werden, mit Gelassenheit akzeptieren?“, fragt Jørgen Randers in seiner 40 Jahre vorausschauenden globalen Prognose anlässlich des vor 40 Jahren erschienen Buches „Die Grenzen des Wachstums“, der erste Bericht an den Club of Rome. Weiterlesen
Hitler und die Transhumanisten
„Haus der Wannsee-Konferenz“ heißt heute die luxuriöse Villa des Pharmafabrikanten Ernst Marlier, vor dessen Mixturen im Jahr 1907 das Berliner Polizeipräsidium warnte, weil sie „nicht diejenigen Eigenschaften besitzen, die ihnen in den Anpreisungen zugeschrieben werden“. Dessen ungeachtet verhalf die reichsdeutsche Kundschaft dem Quacksalber zu einem 30 000 Quadratmeter großen Grundstück am Berliner Wannseeufer. Fortgesetzter krimineller Machenschaften überführt und verurteilt, sah er sich allerdings gezwungen, das Anwesen wieder zu veräußern. Weiterlesen