Das kleine Adverb auch, luftleicht wie sein klangverwandter großer Bruder Hauch, hat die Gabe, scheinbar Unvereinbares zueinander zu bringen. Ganz unaufgeregt tut es das und ist mir in Zeiten von Unsicherheit und Angst eine wertvolle Begleitung.

„Metaphorisch ausgedrückt, ist jede reiche Nation wie ein Rettungsboot voll relativ reicher Leute. Die Armen dieser Welt befinden sich in anderen, viel volleren Rettungsbooten. Sozusagen am laufenden Band fallen sie heraus und schwimmen, immer in der Hoffnung auf Aufnahme in ein reiches Rettungsboot, eine Weile lang draußen im Wasser herum.“

Garrett Hardin, US-amerikanischer Ökologe, im Essay „Living on a Lifeboat“

Ich stelle mir vor, acht Milliarden Menschen laufen jeden Tag gleichzeitig fünf Minuten lang westwärts. Sollte sich die Erde dadurch nicht jeden Tag etwas schneller drehen? Wenn das kein Fortschritt ist!

„In irgend einem Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der ‚Weltgeschichte‘: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn und die klugen Tiere mußten sterben. […] Es gab Ewigkeiten, in denen der menschliche Intellekt nicht war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts begeben haben. Denn es gibt für jeden Intellekt keine weitere Mission, die über das Menschenleben hinausführte.“

Friedrich Nietzsche, im Essay „Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“

„Bakradse, der zum ersten Mal auf solch aussichtsreicher Höhe stand, war zu meinem Erstaunen von dem seltenen Anblick lange nicht so ergriffen, wie ich es erwartete, bei weitem weniger wie ich selbst – der Vielgewanderte! Es scheint, dass auch Naturempfindung erst einer gewissen Schulung, eines Trainings bedarf.“        

Gottfried Merzbacher, deutscher Forschungsreisender