„In irgend einem Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der ‚Weltgeschichte‘: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn und die klugen Tiere mußten sterben. […] Es gab Ewigkeiten, in denen der menschliche Intellekt nicht war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts begeben haben. Denn es gibt für jeden Intellekt keine weitere Mission, die über das Menschenleben hinausführte.“

Friedrich Nietzsche, im Essay „Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“

„Bakradse, der zum ersten Mal auf solch aussichtsreicher Höhe stand, war zu meinem Erstaunen von dem seltenen Anblick lange nicht so ergriffen, wie ich es erwartete, bei weitem weniger wie ich selbst – der Vielgewanderte! Es scheint, dass auch Naturempfindung erst einer gewissen Schulung, eines Trainings bedarf.“        

Gottfried Merzbacher, deutscher Forschungsreisender

„Nähme man den Koloss von Rhodos für einmal als Sinnbild der Demokratie europäischer Prägung, die Menschheitsprobleme lösen soll, dann steht er mit einem Bein auf der Verheißung einer technologischen Lösung aller Probleme in der Zukunft. Gleichzeitig verhindert Populismus von rechts und links unter dem anderen Bein demokratische Lösungen der Zukunftsprobleme, indem Modelle der nationalstaatlichen Vergangenheit wiedererweckt werden. Die Demokratie verteidigt sich so tapfer wie im Jahr 304 v. Chr. auf Rhodos, aber sie kommt kaum vorwärts, weil man aus einem Spagat heraus schwer voranschreiten kann.“

Andreas Kotte, Theaterwissenschaftler

Versucht ein Achtmilliardstel der Menschheit, die Welt zu verbessern, ist das abwegig. Versucht er es mit sich, ist es anspruchsvoll.