„Was ich im Sinne habe, kann jeder in jeder Lage. Ich meine, an seinem Inneren arbeiten, seine Empfindungen in Harmonie zu bringen, sich selbständiger und unabhängiger von äußeren Einflüssen zu machen, sich so zu gestalten, wie man sich in den ruhigsten und klarsten Geistesmomenten gestaltet sehen möchte.“

Wilhelm von Humboldt, in einem Brief an eine Freundin

„Ich habe getan, was ich konnte. Wenn es jemand besser kann, soll er es tun.“

Stanisław Lem (1921-2006), Epitaph

„Ich bin nicht der Meinung, daß einem jemals die Kraft fehlen kann, das, was man sagen oder schreiben will, auch vollkommen auszudrücken. Hinweise auf die Schwäche der Sprache und Vergleiche zwischen der Begrenztheit der Worte und der Unendlichkeit des Gefühls sind ganz verfehlt. Das unendliche Gefühl bleibt in den Worten genau so unendlich, wie es im Herzen war. Das, was im Innern klar ist, wird es auch unweigerlich in Worten. Deshalb muß man niemals um die Sprache Sorge haben, aber im Anblick der Worte oft Sorge um sich selbst.“

Franz Kafka im Februar 1913 in einem Brief an die Verlobte Felice Bauer

„Unser Fehler ist: Immer gibt es eine physikalische Realität, die wir nicht anerkennen wollen, weil sie nicht schön ist. Dann reden wir uns die Welt schön, verhalten uns nach unserem Schöngerede und staunen nach einem Zeitraum x, dass es nicht aufgeht. Das müssen wir uns abgewöhnen, sonst kommen wir jetzt an Grenzen, die zu Kipppunkten im Klimasystem führen.“

der Meteorologe Sven Plöger in einem Gespräch im Deutschlandfunk Kultur