Es sieht so aus, als bringe kosmisches Geschehen immer wieder Inseln hervor, die über Jahrmilliarden Gleichgewichte schaffen, in denen sich komplexe Zusammenhänge bis hin zu Lebensformen ausbilden können. Wie das geschieht, werden wir in absehbarer Zeit nicht ergründen. Ist es ein der Natur innewohnender Impuls, der zur lokalen und temporären Differenzierung und Verfeinerung des kosmischen Aqusmaßes führt? Sind es mehr oder weniger wahrscheinliche Zufälle, die das hervorbringen? Steht eine ‚Idee‘ dahinter, die wir, im Zustand eines Selbst-Bewusstseins ‚Schöpfung‘ nennen oder ‚Gott‘?
Letzteres vermittelt eine Sicherheit, die ein Weiterleben als Spezies über die geringe Lebenserwartung von Einzelwesen hinaus öffnet, letzten Endes das Leben als Ganzes in einer konkreten kosmischen Konstellation in jenen Gleichgewichtszuständen erheblichen Ausmaßes. Darin eingebettet sind wir ein Effekt oder eine Nuance.
Inwieweit diese besonderen Zustände des Universums über uns hinaus auffällig sind und vielleicht über uns hinausreichen und das große ganze Gefüge beeinflussen, ist ein Gedankenspiel, dem wir uns, geht es es uns gut genug und müssen wir uns um das Heute und Morgen im Augenblick nicht sorgen, gern hingeben. Bleibt es auf der spielerischen Ebene oder steckt darin oder dahinter eine universelle Ernsthaftigkeit? Von der wir ein Teil sind?
Das hätten wir ganz gern. Dafür mobilisieren wir mit großem Eifer unsere Möglichkeiten, alle erdenklichen Ressourcen. Das Resultat mag punktuell ermutigen, im großen Ganzen nicht. Warum berauschen wir uns lieber an den Möglichkeiten und machen uns vor, sobald wir etwas in den Händen halten, es in der Hand zu haben, obwohl wir es loslassen müssen, wenn das Nächste unsere Neugier weckt? Warum folgen wir nicht der Möglichkeit zur Vernunft und wägen ab, ob wir etwas tun oder lassen, bevor wir zugreifen?
Wenn wir, statt uns zu benehmen, nehmen, was wir kriegen können, fürchte ich, wird es für einen längeren Verbleib, den wir ‚Zukunft‘ nennen, nicht reichen.