„60. Biennale di Venezia“ 2

WELTBILDER – BILDERWELT

Auf der Biennale gibt es nicht nur den italienischen Beitrag, sondern auch einen der Stadt Venedig. Dafür überquere ich das Flüsschen Rio Dei Giardini und sehe unter der Überschrift „Inländischer Sextant“ Werke von Pietro Ruffo, Safet Zec und Vittorio Marella, ergänzt von Künstler:innen der „Akademie der Schönen Künste Venedig“. Zusammengehalten wird das von Versen des Dichters Franco Arminio (geb. 1960):

Wir brauchen / einen Ort: Er braucht / eine Hand, / ein Haus, ein Lächeln, / etwas, das wir zu einem Umkreis machen können //

Den Sextant verwenden Seeleute, um sich auf den Weiten der Meere zu orientieren. Der Begriff ‚Inland‘ rückt das optische Instrument an eigene Beweggründe heran, wie den eines sich bewussten Verlaufens auf der Suche nach Antworten, Antworten von unserem Innenleben her auf die Außenwelt hin.

Das Bild der Welt“ nennt Pietro Ruffo (1978) seine Naturbibliothek. Sie ist von der Bibliothek San Marco inspiriert, eine Sammlung für griechische, lateinische und orientalische Handschriften. Mit einer mächtigen Bücherwand, vor der zwei große Globen des Himmels und der Erde stehen, thematisiert der Künstler das menschliche Bedürfnis, die Natur durch ihr Studium zu seinem Zuhause zu machen. Millimeterpapier als Medium zeigt den Wunsch, sie vermessen und beherrschen zu wollen. Doch ist „die Domestizierung der Natur eigentlich eine große Illusion. Wir sind ein Teil davon und unsere biologische Präsenz beträgt weniger als 0,1 Prozent“.

In der Naturbibliothek sind Bücher durch Papierrollen ersetzt, auf denen ein unberührter Wald abgebildet ist. „Für den Forscher sind die Regale nicht die Aufbewahrung von Büchern, der Ort, an dem man sie nebeneinander sortiert und vielleicht regelmäßig abstaubt, sondern Fenster, die auf neue und interessante Horizonte blicken. Der Ausgangspunkt für Reisen und Erkundungen, von denen man nicht nur das Endergebnis, sondern jedes Mal nicht einmal den nächsten Schritt nicht kennt.“

Der Himmelsglobus ist eine Metapher für unseren Willen, über irdische Erfahrungen hinauszugehen und nach einer universellen Ordnung zu suchen. Sind mit dem heutigen Wissensstand über die Struktur der Materie die Ursprünge und Gründe für unser Woher und Wohin klarer als vor Jahrtausenden? Der irdische Globus zeigt Migrationsströme und kulturelle Kontaminationen, erschaffene Orte und Narrative, mit denen die Welt zu einem Ort von „Fremde(n) überall“ geworden ist.

Das „Künstleratelier des bosnischen Malers Safet Zec (geb. 1943) ist eine Metapher für Flucht und Zerrissenheit: „Ich selbst war ein Flüchtling, ein Mann, der sein geliebtes Land verließ, in dem ich lebte, studierte und das durch Krieg und nationalistische Spaltungen zerstört wurde. Ich wanderte 1992 aus und entschied mich für Italien, da ich glaubte, dass es ein kurzer Aufenthalt sein würde und der Krieg in meinem Land schnell enden würde. Damals hatte ich keine Ahnung, dass Italien meine zweite Heimat werden würde.“ Mit Utensilien und Werken hat der Künstler „die intime und persönliche aber immer für Begegnungen offene Arbeitsatmosphäre“ seines Ateliers nachgestellt und hofft, „dass man das Handwerk der Malerei, das mein Metier ist, begreifen kann“.

Das Bild „Frau oder Mutter mit Kind“ ist 2024 entstanden. Es ist auf Zeitungsblätter gemalt, ein Material für das Wesentliche in ihrer Lebenssituation, die Eile. „Die Farben sind spärlich und essentiell: das Ocker des Teints der Frau und ihres Mantels, das Weiß der Ümhüllung des Babys, das Rot, das die Handgelenke färbt und die Kleidung befleckt, in die Erde fällt und in sie einsickert. Nur das Blau der Kinderschuhe erinnert an die Vitalität und die Farben der Sorglosigkeit, die jedes Kind haben sollte. Die Heiligkeit des Lebens konzentriert sich ganz in den großen Händen, die den gewickelten kleinen Körper halten. Es sind Hände, die bis zum Letzten verteidigen können, Hände, aus denen Leben blutet, von der Brutalität des Krieges fortwährend verletzt“, heißt es in einer Rezension.

Im Pavillon nebenan hat serbische Bühnenbildner und Setdesigner Aleksandar Denić (geb. 1963) eine düstere Wunderkammer geschaffen. In „Koloniale Ausstellung“ assoziieren szenische Objekte einen Grenzort. Um hneinzukommen, muss ich einen Empfangsschalter passieren, an dem aber nichts kontrolliert und auch niemand abgewiesen wird. Metallzäune erzeugen Unbehagen. Aus einer Jukebox laufen Songs über Europa. Ein heruntergekommener Kiosk verweist auf das Leben von Arbeitern.

Ein Unquartier erzählt anhand von Objekten und Erinnerungsstücken die Geschichte von Macht, Konsum und bitterer Lebenswirklichkeit. Doppelbetten sind mit Prospekten des Konzerns „Lidl“ gefüllt, zweitgrößter Discounter der Welt, hier Inbegriff von Ärmlichkeit.

Ägypten bietet eine Exkursion in das Jahr 1882, in dem „ein Malteser und ein ägyptischer Eselhalter in einem Café in Alexandria derart aneinandergeraten, dass die gesamte Stadt wenig später wortwörtlich in Schutt und Asche lag“. War das wirklich so? Dem geht Wael Shawky (geb. 1971) in dem Musiktheaterfilm „Drama 1882“ nach. Es geht um die sogenannte „Urabi-Revolution“ von 1879 bis 1882, in der sich ägyptische Oppositionelle um den Militär Oberst Ahmed Urabi gegen europäische Bevormundung und Kontrolle durch Großbritannien und Frankreich auflehnten.

Es geht um eine Analyse der Geschichte“, sagt der Videokünstler zu seinem Werk. 1882 feierte die wichtige ägyptische Zeitung „Al Ahram“ die Verhaftung des Oberst und nannte ihn einen Verräter. „Wenn Sie heute dieselbe Zeitung lesen, ist Urabi ein Held. Es hängt alles davon ab, wer Geschichte schreibt. Ich denke, der Film spricht über Macht – wer in der Lage ist, eine Gruppe oder Person als Terroristen oder als Widerstandsgruppe oder als Helden zu identifizieren.“ Die Musik hat ein Inder komponiert. Inder mussten damals für die Briten kämpfen.

Australien erhält von der Jury der Biennale den „Goldenen Löwen“ als bester nationaler Beitrag. Archie Moore (geb. 1970), Sohn einer Aborigine und eines Briten, schuf die Installation „Kith and Kin“. Damit sind Freunde und Verwandte gemeint. Anhand von Ahnentafeln, Stammbüchern und Archivdokumenten zeigt er die Kolonialisierung der Aborigines, ihre Gefangenschaft und die Verbrechen an ihnen. Schwarz wie Schultafeln sind die Wände und die Decke des Raumes. Darauf sind mit weißer Kreide in einer Stammbaumstruktur die Namen von Tausenden von Vorfahren geschrieben, zurück bis zu den Anfängen des Lebens der Aborigines vor 65 000 Jahren. Allerdings weist dieser Stammbaum dort, wo die Überlieferung durch die Kolonisierung unterbrochen wurde, eine große Lücke auf.

Auf einem weißen Plateau in der Mitte des Raumes, umgeben von einer schwarzen Wasserfläche, sind behördliche Papiere zu ungeklärten Todesfällen von Aborigines in staatlichen australischen Gefängnissen akribisch gestapelt.

Der Beitrag für Belgien ist ein kollektives Projekt. Die transdisziplinäre Gruppe Denicolai & Provoost – Antoinette Jattiot – Nord – Speculoos spielt mit der ironischen Selbstbezeichnung „Weiberregiment“ auf die Umkehr von Macht zwischen Geschlechtern, Menschen und Nicht-Menschen an. Eine Metallkonstruktion erlaubt mir den Blick unter die Röcke von sieben karnevalistischen Prozessionsriesen aus sieben Städten.

Die Idee ist, alle sieben Riesen gleichzeitig und an verschiedenen Orten zu zeigen, wie bisher schon in Resia, Venedig, Charleroi, Dünkirchen, Padova, Leuven. „Das Ganze kreist um die Vorstellung, was eine Grenze ist. Grenzen werden von Menschen gezogen und existieren nur für sie und nicht für andere Lebewesen.“ Weiterzudenken ist das auf ein entnationalisiertes Europa hin, in dem die Menschen leben wollen.

Pinacoteca Migrante“ heißt der Beitrag Spaniens. Die Hispano-Peruanerin Gamarra Heshiki (geb. 1972) lebt und arbeitet in Madrid. Für die Biennale inszeniert sie in dem bunkerartigen Pavillon Facetten der Migration. Mit klassischer Malerei berührt ein Parcour historische Ungerechtigkeiten bis in die Gegenwart, doch ist es mit dem Ablaufen der Strecke nicht getan. Im scheinbar problemlosen Kunsterbe entdeckt die Künstlerin das Fehlen dekolonialer Erzählungen und Voreingenommenheiten im gegenwärtigen Umgang mit dem Thema.

Der größten Raum des Pavillons, ein Atrium, ist in einen Skulpturengarten verwandelt, darin das auf Acrylglas gemalte Abbild einer Bronzeskulptur „Mutter mit Kind“, die in den 1930er Jahren in Montevideo aufgestellt wurde, um an die indigene Bevölkerung dieser Region zu erinnern, an der im 19. Jahrhundert ein Völkermord geschah. Davor ist auf einer zweiten Platte die in Lateinamerika heimische Katzenkrallenpflanze abgebildet, die in Spanien heute als invasive Art gilt. So fühlt sich bisweilen die Künstlerin: „zwischen zwei Empfindsamkeiten“.

GRANULAT

Die helle Fassade des Zentralen Pavillons überrascht mit einem Farbenfeuerwerk, inspiriert von Malereien des Volkes der Huni Kuin aus der Amazonasregion Brasiliens. Die ‚Feuerwerker:innen‘ nennen sich MAHKU, Akronym für das Kollektiv Movimento dos Artistas Huni KUin.

Die Eingangshalle hat die Autodidaktin Nil Yalter (beg. 1938) gestaltet. Die in Ägypten geborene Türkin arbeitet in den Bereichen Malerei, Video, Skulptur und Installation. Hier hat sie in eine achteckige Videoinstallation ein rundes Nomadenzelt gestellt, eine Idee aus dem Jahr 1973. Dafür erhält sie den „Goldenen Löwen“ der Biennale, auch für ihr Lebenswerk.

1963 nahm sie an der „3. Pariser Biennale“ teil, zog 1965 nach Paris und beteiligte sich an den französischen revolutionären Bewegungen der späten 1960er Jahre. In den 1970er Jahren spielte sie eine maßgebliche Rolle im Pariser „Collectif Femmes/Art“, Künstlerinnen, die der Unterrepräsentation von Frauen in Galerien und Museen entgegenwirkten.

Im Alter von 15 Jahren bauen die jungen Mädchen ihre eigene Behausung, und kaum, dass sie diese fertiggestellt haben, werden sie verheiratet. Wenn sie es erlauben, darf der Ehemann eintreten, wenn nicht, bleibt er draußen. Es ist das Haus der Frau, gleichzeitig ein Gefängnis, denn außerhalb haben sie kein Leben. Vor Ort fand ich heraus, dass jede Frau einen Ehemann, einen Sohn, einen Bruder oder Onkel hat, den es in die großen Städte zog, um dort Barackensiedlungen, die ‚Bidonvilles‘, also Favelas zu bauen. Mehr als die Hälfte von ihnen gingen danach als Gastarbeiter nach Deutschland oder Frankreich. Das war ihr Ausstieg aus dem Zelt und ihr Aufbruch in die Großstadt. Wissen Sie, warum Menschen in Zentralasien und der Türkei zu Nomaden wurden? Weil die Chinesen das fruchtbare Land an sich rissen. Nomadentum bedeutet, unterwegs sein, um Wasser und Nahrung zu finden. Migration und Nomadentum haben einiges gemeinsam.“

Auf der panoramatischen Bildwand, geschrieben in den Sprachen der Orte, wo Migranten leben, steht: „Exil ist ein harter Job“, ein Zitat des türkischen Dichters und Exilanten Nâzim Hikmet (1902-1963).

Abel Rodriguez (geb. 1941) gehört der indigenen Gemeinschaft der „Nonuya“ am Río Cahuinari im Südosten Kolumbiens an. Aus dem tropischen Regenwald vertrieben, ließ er sich in den 1970er Jahren am Stadtrand von Bogotá nieder und zeichnet seither aus dem Gedächtnis und nach mündlichen Überlieferungen die Erschaffung des Dschungels und den Regenwald im Wandel der Jahreszeiten. So bleibt die einstige Natur als verlorene Schönheit des Zusammenlebens von Pflanzen, Tiere und den Nonuya sichtbar.

Inzwischen regnet es. Wer will jetzt noch nach La Certosa? Kein Dutzend Leute sind an Bord des Vaporetto, das nur wenige Minuten bis zur Insel braucht. Der lange Steg hält das Häuflein noch kurze Zeit zusammen. Am Ufer zeigt ein Banner den Parcour, auf dem die Neugier uns vereinzelt. Das Wetter tut ein übriges, spielt mit, bis es kein Spiel mehr ist.

Die vier Künster:innen, die hier mit getarnter Technik das Thema „Thresholds“ aus dem deutschen Pavillon ins Freie trasponiert haben, nennen sich „Ensemble“. Zu dessen Intention lese ich: „In einer Zeit der Unsicherheiten und Katastrophen kommt der Grenze und den aus ihr entstehenden Schwellen eine besondere Bedeutung zu. Erst die Grenze in ihrer spaltenden und hindernden Natur vergegenwärtigt uns die Vorläufigkeit von dem, was das Menschsein bedeutet, von dem, was potenziell auf uns warten kann. Als Linie zur Schwelle wird sie zu einem Ort, der vom Hier und Jetzt aus eine Zukunft der kollektiven Teilhabe träumt.“.

Volumen umkehrend“ nennt der Musiker Jan St. Werner (geb. 1969) seinen Beitrag. Bewegungen zwischen den Giardini und La Certosa nimmt er als Pendelbewegungen wahr. Ein Klangraum, den er neben der Ruine eines ehemaligen Kartäuserklosters geschaffen hat, sollen das akustisch abbilden. „Es geht mir um das Initiieren einer Bewegung aus dem Pavillon heraus und wieder zurück, um einen Fluss, um ein stetiges Unterwandern und Überschreiten durch Klang. Was wäre, wenn das historisch so stark belastete Gebäude in den Giardini keine Wände hätte und es wie ein Ort genutzt würde, in dem erforscht wird, wie sich Leben über die Kunst hinaus abbilden lässt und auf welche Weise es wieder zurück und hinein in die Gesellschaft wirken kann?“

Robert Lippok (geb. 1966) bringt mit „Feld“ den Klang der Geschichte aus dem Erdboden heraus zu Gehör. „Ich stelle mir vor, dass die Besucher:innen, die zur Insel übersetzen, sich dort vereinzeln, um konzentriert zuzuhören, was Distanz zu den Anderen schafft.“ Wie wird das wirken? Mit Lautsprechern, 3D-gedruckte Schallreflektoren und Verstärkern bearbeitet er ein Stück Erdoberfläche und erzeugt ein weißes Rauschen, das durch Überlagerung der hörbaren Geräusche entsteht. „Es wirkt als Verstärkung einer akustischen, abrupt in ‚Stille‘ übergehenden Situation.“

Der Soundkünstler Michael Akstaller (geb. 1992) sucht in „Verstreut zwischen den Bäumen“ den Dialog mit der Vegetation. „Schwellen kann man niemandem so vorführen, dass man sagt: Hier ist die Schwelle, die du jetzt überschreitest. Eigentlich muss man lernen, sie zu erfahren und zu spüren.“ Er verwendet Schallgeber, die in der Militärtechnik des Zweiten Weltkrieges entstanden sind. „Man kennt sie mittlerweile als Kinderspielzeug, kleine Blättchen, die Klick machen, wenn man sie drückt.“ Spannend ist nicht der Klick, der gesendet wird, sondern was als Antwort zurückkommt. Der Fachbegriff dafür ist ‚Scattering‘, ein diffuses Echo. Dieses Scattering soll die Mikroarchitekturen von Blattwerk, Gras und Baumstämmen und die sich zwischen ihnen bildenden rhythmischen Muster wahrnehmbar machen.

Begegnungen“ nennt die Chilenin Nicole L’Huillier (1985), die gern mit Klang als künstlerischem Medium arbeitet, ihren Beitrag. Das Equipment besteht aus einem Sender-Empfänger-System, das Klänge und ihre Wechselwirkungen untersucht. Auf der Insel hat sie Membranen verteilt, die auf Menschen, Regen und Wind reagieren. „Für mich besteht die Haupteigenschaft einer Membran in der Dualität des Empfangens und Aussendens von Klängen und Schwingungen.“ Aus Rufen und Antworten entstehen Echos und Nachhall. „Darüber nachzusinnen ist ein Weg, uns für andere Kräfte, Wege und Logiken zu sensibilisieren.“

Der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinov (geb. 1968) hat den deutschen Beitrag als Chronist begleitet. Sein Roman „Zeitzuflucht“, für den er 2023 den britischen Literaturpreis „Booker Prize“ erhielt, erzählt von der Verlockung, sich in die Vergangenheit zurückzuversetzen und die katastrophischen Zeichen der Geschichte auszublenden, um in der Gegenwart nicht handeln zu müssen. Vergangenheit ist für ihn ein Ungeheuer, das uns auflauert. Thresholds sind für ihn geteilte Momente der Gegenwart und kontinuierlich nicht zu haben. Obwohl wir Kontinuität so brauchen. Das ist das Dilemma des Homo Sapiens. Vielleicht des Lebens überhaupt?

Liegt das an der Zeit, der wir ausgeliefert sind? Für Nicole L’Huillier haftet sie nicht nur an Elementarteilchen, sondern wie ein Granulat am Biologischen. Erst da, erst als „fortlaufende, klebrige, haftende Geometrie“, ist sie wahrnehmbar. Doch im Moment und hier geschieht das Gegenteil. Das weiße Rauschen wird vom Staccato der Regentropfen perforiert. Mein Gefühl für Zeit zerfällt und für Zusammenhänge. Ich spüre mich nicht mehr. Atmen kann ich noch …

und da ist sie wieder, die SIrenenhafte. Beschirmt, doch zweifelsfrei steht sie vor mir und findet einen Nässepfad, der mich in weitem Bogen aus dem dschungeligen Dickicht rettet, an den Steg und von da zum Lido, wo wir wohnen.

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