Zukunft voraus

Könnte die zwecklose Kreativität wichtig werden, wenn es darum geht, die uns beherrschenden Verhältnisse verändern zu müssen, um nicht im Pragmatismus zu verrotten? Vorausgesetzt, wir kämen in die Lage, Notwendiges zu tun.

Lange galt es in ‚gebildeten‘ Kreisen als en vogue, Kunst und künstlerische Betätigung als Ausweis für Zivilisation anzusehen. Durch Höhen und Tiefen unserer Spezies wurden sie wohlweislich mitgenommen, Trostgeber und Hoffnungsschimmer.

Nun höre ich häufiger, zwecklose Kreativität könnte notwendig, ja ausschlaggebend werden, unsere seltsamen Neigungen und Begierden zu kultivieren, und zwar nicht nur in Einzelfällen und besonderen Gebiten, sondern wenn es ernst wird, global und für die Spezies ganz allgemein. Purer (guter) Wille scheint das nicht zu schaffen.

Vehement erklären aber die, die sich mit beiden Beinen fest auf der Erde stehend wähnen, die Aufwertung der Künste als Verstiegenheit und die, die sich anmaßen, mit ihr die vermeintlich die Menschheit bedrohenden Krisen besonders überzeugend anzeigen und Wege heraus finden zu können, zu Verrückten und Abartigen. Sie sollten lieber ihnen, den Realisten vertrauen und einer zum Höhenflug bestimmten künstlichen Intelligenz, die uns, wenn sie erst weit genug gediehen ist, alles für uns regeln wird. Die Zukunft sichern wird. Uns? Den Boden unter unseren Füßen?

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