wundern und bewundern gehen

Gestern hast du mich zum gemeinsamen Wundern eingeladen. Auf dem Weg ins Leipziger Lukas-Café am Augustusplatz, wo wir, gut gepolstert, in einem Atrium bei einem Kaffee plaudern dürfen, solange wir wollen, stelle ich mir vor, es wird nicht ums Staunen gehen, sondern ums Wunder tun, wie wir sie Zauberern und Heiligen andichten.

Eine schöne Idee ist das in Zeiten, wo vieles scheitert, werde ich sagen, also lass uns umherwundern und Gedanken und Gefühle durchstreifen, wobei sie sich verändern. Streifen wir Müdigkeit und Zauderlast ab, um das Leben zu verändern.

Ach wenn es nur so einfach wäre, wirst du sagen und ich: Wenn es einfach wäre, wäre es ja kein Wunder mehr.

Lass uns auch bewundern, sagst du darauf: Wie Menschen sich aus Grenzen lösen, die sie gezogen und aus Hirngespinsten, in denen sie sich verfangen haben. Lass uns bewundern, was sie für möglich halten und was geschieht, wenn sie sich ihrer Schwere entledigen, wenn sie haltlos werden und sich aufschwingen, weithin sichtbar wie ein Himmelsgruß, ganz ohne Zaubersprüche und Gebete, ganz zum Vergnügen.

Wer bietet dafür Aus- und Weiterbildung an, Kurse zum Kurswechsel, werden wir uns fragen.

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