Kriegsentwickler

Das Wort ‚Kriegsentwickler‘ habe ich noch von niemandem und in keinem Zusammenhang gehört oder gelesen. Ich erfinde es jetzt, um vielleicht etwas über die (Aus)Wirkung meiner Blogbeiträge zu erfahren. Wird es demnächst irgendwo zu hören oder zu lesen sein?

Außerdem halte ich das Wort für genauer als ‚Kriegstreiber‘, zum Beispiel für die EU-Parlamentarierin Agnes Strack-Zimmermann, die auf den ersten Blick intelligent daherkommt, doch nichts für wichtiger und richtiger hält, als den von Russland dummerweise begonnenen Krieg mit der Ukraine fortzusetzen, bis der Machtmensch Putin die weiße Fahne schwenkt. Einzusehen, dass das nie geschehen wird, traue ich ihr sogar noch zu, allerdings nicht mehr die Vernunft, die notwendig wäre, um mit anderen in Frieden leben zu können.

Dessen ungeachtet holt sie der populäre Fernsehmoderator Markus Lanz immer wieder auf seine TV-Bühne, von der sie ihre fatale Überzeugung verbreiten darf, in der Regel an ein bis zwei Millionen Fernsehende pro Sendung. Beide nenne ich von nun an Kriegsentwickler.

Auch die, die mit der Arbeit in Waffen- und Munitionsfabriken ihren Lebensunterhalt verdienen. Auch Unternehmen, die zum Beispiel für die Autoindustrie zugeliefert haben und jetzt, wegen sinkender Nachfrage, der Rüstungsindustrie zuarbeiten, um ihre Arbeitsplätze zu sichern. Auch Familien und Angehörige, die von solchen Einkünften abhängen. Auch Eltern und alle Vorbilder für Heranwachsende, die ihnen heutiges Kriegsgeschehen aufbürden.

Sie alle sind, ob sie wollen oder nicht und solange sie nichts anderes wollen und tun, solange sie das hinnehmen und verdrängen, Kriegsentwickler. Dass ich das nicht ändern kann, weiß ich. Aber mich.

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